|

Die Ruinenbilder des Caspar David Friedrich (1774-1840)
aßgeblichen Ansteil am Entstehen der sogenannten "Ruinenromantik" im
19. Jahrhundert haben die Bilder des deutschen Malers Caspar David Friedrich gehabt,
der mit seiner romantischen Malerei damals der Zeit weit voraus gewesenen ist.
Caspar David Friedrich wurde 1774 in Greifswald geboren, wo er auch aufwuchs.
Nach dem Kunststudium in Kopenhagen 1794-98 siedelte er nach Dresden über, wo er
die restliche Zeit seines Lebens verbrachte und die meisten seiner bekannten
Werke schuf. Dort starb er schließlich auch am 7. Mai 1840.
ahe der Stadt Greifswald befindet sich heute die Ruine des Klosters Eldena.
Dieses war 1199 von Zisterziensern gegründet, aber im Zuge der Reformation wieder
aufgelöst und dem Verfall preisgegeben worden. Bereits in jungen Jahren haben
die Ruinen dieses Zisterzienserklosters Caspar David Friedrich zum Zeichenstudium
angeregt. Gleich mehrere Zeichnungen und Gemälde von ihm haben die Klosterruine Eldena
in aller Welt bekannt gemacht, von der er sich des öfteren inspirieren lies. Eine
wunderschöne und stimmungsvolle Fotogalerie des Klosters Eldena findet sich unter:
www.fotoband.de
ie Epoche der Romantik in der Malerei fällt genau mit der Schaffenszeit
Caspar David Friedrichs zusammen, deren bedeutendster Vertreter auf deutscher
Seite er ohne jeden Zweifel ist. Die Romantik steht im Gegensatz zur voran
gegangenen Epoche der Klassik bzw. des Rationalismus. Man verlässt dessen formale
Strenge und Beherrschtheit und wendet sich nun einer gefühlsbetonteren Sicht der
Dinge zu. Phantasie sowie das individuelle Erleben der Natur werden zur zentralen
Aussage dieser Stilrichtung. Gebäude und auch Menschen integriert man harmonisch in
die ausdrucksstarken Naturbilder.
ie einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines
reinen kindlichen Gemütes. Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter
Stunde empfangen und in glücklicher geboren, oft dem Künstler
unbewusst aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein leibliches
Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild.
Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke
auf andere von außen nach innen. (Caspar David Friedrich)
|